Kunst und Kultur

Yayoi Kusama: Auf den Punkt

[ad_1]

Im Berliner Gropius Bau gibt es jetzt einen psychedelischen Punktegarten von Yayoi Kusama. Die Installation ist Teil einer Hommage an Hieronymus Bosch 

Als bekannt wurde, dass es im Gropius Bau Berlin bald eine Installation von Yayoi Kusama zu sehen gibt, hofften viele auf einen verspiegelten “Infinity Room”, dem Königskunstwerk in der Selfie-Klasse und Entstehungsort zahlreicher Profilbilder rund um den Globus. Ein Spiegelkabinett ist es nun nicht geworden, aber auch die Arbeit “With All My Love For The Tulips, I pray Forever” von 2014 ist hochfotogen.

Dabei handelt es sich um einen komplett weißen Raum (im Gropius Bau lassen sich noch die abgeklebten Fenster erkennen), in dem überdimensionale Topfpflanzen stehen. Die Wände, die Blumen und auch der Fußboden – deshalb muss man als Besucher in schonende Filzpantoffeln steigen – sind mit bunten Punkten übersät. Die Arbeit ist Teil von Kusamas “Punktisierung der Welt”, mit der sie die oft chaotische Umwelt zu ordnen versucht und gleichzeitig betörende Fantasiewelten baut. 

Die Installation ist Teil der Gruppenausstellung “Garten der irdischen Freuden”, die sich um das Motiv des Gartens in der zeitgenössischen Kunst dreht. Ein Ausgangspunkt ist dabei das Bild “Garten der irdischen Lüste” von Hieronymus Bosch, auf dem so ziemlich alles passiert, was man morgens um fünf in den Berliner Darkrooms erwartet. Kusamas Garten wirkt dagegen eher wie ein minimalistischer Zen-Garten, in den jemand einen Armvoll Konfetti geworfen hat. Freude macht er auf jeden Fall.  



[ad_2]