Ausstellungen

Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum (Bad Oeynhausen) Ausstellung: Vision und Verwandlung

Vision und Verwandlung

Laufzeit: 08. September 2019 bis 06. Oktober 2019

Astrid Mulch versteht darunter die Entwicklung des eigenen Ich. Sie beschäftigt sich mit antiken Mythen, Märchen und Sagen. Astrid Mulchs Plastiken zeigen Baumfrauen und Sirenen, mythologische und märchenhafte Figuren. Sie setzten sich aber auch mit den inneren Seelenzuständen und Konflikten auseinander, die Verwandlungen und Entwicklungen mit sich bringen. Verwandlungen und Reifungsprozesse sind oft schmerzhaft und schwierig. In Mythologie und Märchen sind sie im physischen und psychischen Sinne das zentrale Thema, das in Astrid Mulchs Figuren Ausdruck findet.

Bernhard Sprute zeigt auf vielfältige Weise die Schnittstellen, an denen sich Mensch und Tier verknüpfen. Ihm geht es nicht um die Verwandlung in Tiergestalt sondern um das sich in Tiere hineinfühlen, um von ihnen zu lernen. Eindrucksvollstes Zeichen dafür vielleicht sein Bild „Selbst mit Schnecke“. Er sagt selbst: „Der Mensch und die Natur, die von uns Menschen stets als das Andere erlebt wird, sind keine Gegensätze, sie sind vielmehr in einem Verhältnis von Achtung und Akzeptanz unlösbar miteinander verbunden.“ Aus diesem Grundgedanken speist sich das gesamte Werk von Bernhard Sprute.

In den Arbeitsreihen von Rosemarie Sprute findet eine Umsetzung von Bildmotiven alter Meister statt. Die Künstlerin setzte sich intensiv mit der frühen Neuzeit und ihrer Kunst auseinander. Sie weiß: „An Bildmotiven wie die „Sybillen“ oder „Die Flucht nach Ägypten“, die damals nicht von ungefähr Hochkonjunktur hatten, arbeiteten die Maler der Frühen Neuzeit Probleme ihrer Zeit ab wie Religionskonflikte, Spannungen zwischen Ost und West, Flucht- und Migrationsbewegungen – Konflikte also, die uns auch heute beschäftigen.“

Die Werke der Künstler können zum überwiegenden Teil erworben werden.