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Architekten-Erbe klagt gegen Lüpertz-Fenster für Marktkirche  

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Im Streit um das von Markus Lüpertz entworfene Kirchenfenster der Marktkirche in Hannover hat der Erbe des Architekten gegen den Einbau geklagt

Mit der Klage werde die Unterlassung des Einbaus des von Altkanzler Gerhard Schröder finanzierte Fenster geltend gemacht, teilte das Landgericht Hannover am Donnerstag mit. Der Kläger Georg Bissen, der Stiefsohn des Architekten Dieter Oesterlen, beruft sich darauf, dass der Einbau des Reformationsfensters das Urheberrecht des Architekten verletze. Bissen hat die Urheberrechte an der baulichen Gestaltung der Kirche und wehrt sich seit langem gegen das Fenster.

Im März hatte der Evangelisch-Lutherische Sprengel Hannover mitgeteilt, dass der Vorstand der Marktkirchengemeinde beschlossen habe, das 13 Meter hohe Kunstwerk einbauen zu lassen. Das Fenster wurde von Lüpertz entworfen, der sich darin mit dem Leben Martin Luthers beschäftigt. Diskutiert wird der Entwurf unter anderem wegen fünf Fliegen, die symbolisch für das Böse stehen sollen.

Der Kläger sei davon überzeugt, dass das geplante Glasfenster dem gotisch geprägten Innenraum der Marktkirche widerspreche, weil es keines der dortigen Stilmerkmale aufweise, teilte das Gericht mit. Bereits vorgerichtlich hätten sich die Parteien über den Entwurf, die Anfertigung sowie einen eventuellen Einbau des Reformationsfensters ausgetauscht, nachdem der Kirchenvorstand dem Kläger mitgeteilt habe, dass Schröder der Marktkirche anlässlich des  Reformationsjubiläums ein Buntglasfenster schenken wolle. Eine Einigung sei nicht erzielt worden.